Rotwildhaltung

Der Entschluß. Von Ludwig Weber aus Unterleichtersbach, Rotwild zu halten, liegt schon lange zurück. Er hängt zusammen mit der Zeit eines längeren Neuseelandaufenthaltes. Dort ist Rotwildhaltung weitverbreitet.

Im Herbst 2007 war das Gehege soweit erstellt, welches bestimmte Anforderungen erfüllen muß um eine nach ökologischen Gesichtspunkten, artgerechte Haltung zu gewährleisten. Ein Unterstand, Bäume und ein Strauchbereich, Hecken sowie eine Suhle sind erforderlich. Hiermit kann den Lebensgewohnheiten der Tiere, entsprochen werden. So können die Tiere ihrem natürlichen Rhythmus von Aktivität und Ruhe, von äsen und verdauen finden, ihrem Sozialverhalten nachkommen und sich bei Störung zurückziehen.
Sieben Muttertiere und ein Hirsch bilden neben einigen Jungtieren die Herde. Es handelt sich um Rotwild welches in Polen in gekauft wurde. Eine eigene Rassenbezeichnung liegt nicht vor. Doch die Tiere sind wohl etwas leichter und das Geweih ist nicht so ausgeprägt wie beim Wildtier. Dies kann aus der Gehegehaltung über einige Generationen hinweg herrühren.
Die Tiere sind ganzjährig im Gehege. Zugefüttert wird Heu, Hafer und Mineralfutter. Zweige, sowie Pressholz aus dem Wald dienen zusätzlich, neben der Äsung im Gehege, der Gesunderhaltung und der Gewichtszunahme beim Jungtier.

So entwickelt sich die Jungtiere um nach 6 bis 12 Monaten mit 30 bis 40 kg geschlachtet werden zu können. Das Tier wird hierzu mit einem Gewehr im Gehege geschossen, ausgeweidet und in der Metzgerei zerlegt. Verarbeitet wird das Fleisch auch zu Wurst, insbesondere zu Wildsalami. Beides findet in der regionalen Gastronomie seinen Absatz und ist in Absprache auch direkt zu erwerben Tel.: 09741/5694

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt ist es die „Faszination Rotwild“ welche den Landwirt Ludwig Weber bewegt Rotwild auf seinem „Demeter-Hof „ zu halten. Sein Ziel ist eine Herde von 12 Muttertieren. In dieser Größenordnung ist eine artgerechte und gesunde Haltung auf Dauer möglich.

Anzumerken ist, daß für die Haltung von Rotwild eigene Richtlinien für den ökol. Landbau erstellt wurden und verbindlich umzusetzen sind.

w.väth/juni08